ROSEN UND ROSINEN · Februar 2017

Im Aargauer Kunsthaus beziehen sich florale Kreationen auf Gemälde von Hodler und Kirchner

BLUMEN FÜR DIE KUNST in Aarau
KIRCHNER IN BERLIN in Zürich
MONET in Riehen
DIE FÜRSTLICHEN SAMMLUNGEN AUS LIECHTENSTEIN in Bern
DER WAKKER-PREIS 2017 FÜR SEMPACH

BLUMEN FÜR DIE KUNST

Florale Interpretationen von Werken aus der Sammlung
7.3.-12.3.2017
Aarau, Aargauer Kunsthaus, www.aargauerkunsthaus.ch
Der Frühling naht – auch im Museum, und aus der Hand von Schweizer Meisterfloristinnen, Blumengestaltern und Jungtalenten,

die klassische Werke aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses interpretieren. Eine wahre Sinnesfreude, die nur gerade eine Woche dauert
Bild o.l.: F. Hodler, Der Niesen vom Heustrich aus, 1910, Floristin Jenny Wüthrich, Olten
Bild o.r.: E.L. Kirchner, Frau mit Japanschirm, 1913, gegenwärtig im Kunsthaus Zürich zu sehen.

KIRCHNER – DIE BERLINER JAHRE

Grossstadtrausch/Naturidyll
-7.5.2017
Zürich, Kunsthaus, www.kunsthaus.ch

Der deutsche Künstler E.L. Kirchner (1880-1938), Wegbereiter des Expressionismus, war 1905 in Dresden Gründungsmitglied der Künstlergruppe ,Die Brücke‘. 1911 zog er in die Grossstadt Berlin. Die Ausstellung in Zürich konzentriert sich auf die dortige Schaffensphase von 1911-1917, wird aber mit einigen früheren Werken aus Dresden und späteren Werken aus Davos umrahmt. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Brücke-Museum Berlin.
In Berlin malte Kirchner den Kudamm mit den flanierenden Kokotten (Die Strasse, 1913, Leihgabe Museum of Modern Art, New York). Kirchner’s Mansardennische wurde für die Ausstellung in Zürich rekonstruiert – dekoriert mit von ihm entworfenem Kunsthandwerk, das von seiner Partnerin Erna Schilling ausgeführt wurde. Von 1912-1914 entstanden auf der Ostseeinsel Fehmarn, wo Kirchner jeweils die Sommermonate verbrachte, eine Fülle sinnlicher Figuren- und Küstenbilder, sogar Skulpturen und Fotografien. Besonders eindrücklich ist das Gemälde vom mächtigen, gelbgrünen Leuchtturm Staberhuk, mit kleinen rosafarbenen Häusern daneben, vor gewölbtem Meer mit Wellen- kämmen, unter bewegtem Himmel. Gemalt 1912, als Leihgabe des Carnegie Museums Pittsburgh.

Die Kriegsjahre beschädigen Kirchner körperlich und seelisch so sehr, dass er sich erst in der Davoser Bergwelt, wo er ab 1917 lebt, langsam erholen kann. Dort bleibt er bis zu seinem Tod 1938. An dieser Stelle möchte ich auch auf das Kirchner-Museum in Davos www.kirchnermuseum.ch hinweisen. Dieses Jahr wird dort mit verschiedenen Festivitäten das hundertjährige Jubiläum der Ankunft Kirchners in Davos gefeiert. Das Museumsgebäude selber feiert dieses Jahr auch Geburtstag: es wird 25 Jahre alt. Der schlichte Betonbau mit bodentiefen Fenstern, wohl proportionierten Räumen und mit Flachdach stammt von den Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer. Und nach dem Museumsbesuch ein Spaziergang entlang dem Fluss Landwasser zum Waldfriedhof, an die Grabstätte von Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebensgefährtin Erna Schilling, einem grossen schattigen, stillen Waldwiesengrund mit Lärchen –

Zürich 11.2.17, Davos immer wieder

MONET

-28.5.2017
Riehen/Basel, Fondation Beyeler, www.fondationbeyeler.ch
Monet kann man derzeit nicht nur in der Fondation Gianadda in Martigny, sondern auch in Riehen bewundern. Dort gibt es Gemälde von Eisschollen, Überschwemmungen, Pappeln und Heuhaufen, und von rauchenden Kaminen, Brücken und den Houses of Parliament in der Grossstadt London zu sehen. Überwältigend in der Ausstellung ist die Bilderreihe von zahlreichen An- und Aussichten auf den Atlantik und das Mittelmeer – bei Ebbe und Flut, bei Windstille und rauer See, mit hohen Himmeln oder tiefen Horizonten – ein herrlicher, grosszügiger, offener Saal, den der Kurator Ulf Küster einge- richtet hat. Und die hauseigenen Monet-Gemälde der Sammlung Beyeler – wie die Ansicht der im Licht schimmernden Kathedrale von Rouen oder der weite Seerosenteich – gehören immer wieder zum Schönsten! Die Ausstellung mit 62 Werken aus den Museen Europas, den USA und Japans, und weiteren Werken aus Privatbesitz, feiert das 20- jährige Bestehen.der Fondation Beyeler. Wahrlich ein Pilgerort für Kunstfreunde von überall her!

Riehen 28.1.17

Am 16. März 2017 halte ich in Brig einen Vortrag über Claude Monet.

LIECHTENSTEIN – DIE FÜRSTLICHEN SAMMLUNGEN

-19.3.17
Bern, Kunstmuseum, www.kunstmuseumbern.ch
Im Kunstmuseum Bern wird auf zwei Stockwerken ein Ausschnitt aus der über vierhundert Jahre gewachsenen Sammlung des Fürsten von und zu Liechtenstein präsentiert. Geschichtliche Fährnisse und persönliche Vorlieben der einzelnen Fürsten prägen die vielfältige, gepflegte fürstliche Sammlung, die nach wie vor erweitert wird. Schwergewichte der Ausstellung sind Werke der Spätrenaissance, der Barockzeit und des 19. Jahrhunderts, von den Künstlern Friedrich von Amerling (Mädchen mit Strohhut, 1835), von Raphael, Cranach d.Ä., Hals, Rubens und van Dyck und der französischen Künstlerin Vigée-Lebrun. Die Bildthemen: Fürstliche Selbstdarstellung, Porträt, christliche und mythologische Themen, Landschaft, Vedute und Capriccio, Stillleben, Genre, Jagd und Tiere. Die Wunderkammer, mit einem Prunktrinkgefäss aus Elfenbein, Porzellan und Goldschmiedearbeiten, ist ein weiterer Höhepunkte der Ausstellung. Bern schult das Auge für barocke Kunst – wie zuvor die Ausstellung mit flämischer und holländischer Malerei der Fondation Arnaud in Lens/Crans-Montana.

Bern 5.2.17

SEMPACH erhält den Wakker-Preis 2017

Das Luzerner Städtchen Sempach mit seiner Altstadt und dem höher gelegenen Weiler Kirchbühl, wird dieses Jahr vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet. Eine Baukultur, die das historische Erbe pflegt (alle Häuser in der Altstadt sind bewohnt) und dieses weiterentwickelt; Architekturwettbewerbe nicht nur von der öffentlichen Hand, sondern auch von Privaten initiiert; transparente Kommunikation und eine rege Diskussionskultur, begründen diesen Entscheid.
Die Preisverleihung erfolgt am 24. Juni 2017. Im Kanton Luzern wurde 2003 das am anderen Ende des Sempachersees gelegene Städtchen Sursee bereits mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet.

Bitte überprüfen Sie die Ausstellungsdaten.

© Dagmar Huguenin 30.06.2017