ROSEN UND ROSINEN · September 17

Emil Nolde, Stillleben (Kuh, japanische Figur, und Kopf), 1913, Aargauer Kunsthaus. Aarau, Legat Dr. O. und V. Häuptli

MEISTERWERKE DES EXPRESSIONISMUS im Aargauer Kunsthaus
SWISS POP ART im Aargauer Kunsthaus
SCHMUCK im Landesmuseum Zürich
DIE SAMMLUNG HAHNLOSER im Kunstmuseum Bern

BACK TO PARADISE – Meisterwerke des Expressionismus aus dem Aargauer Kunsthaus und dem Osthaus Museum Hagen

-3.12.17
Aarau, Aargauer Kunsthaus, www.aargauerkunsthaus.ch
Deutsche und Schweizer Expressionisten wie Nolde, Kirchner, Heckel, Mueller, Münter, Jawlensky, Marc, Macke, Feininger, Beckmann, Pechstein, Schmidt-Rottluff, Amiet, Müller u.a.

SWISS POP ART. Formen und Tendenzen der Pop Art in der Schweiz

-1.10.17
Aarau, Aargauer Kunsthaus www.aargauerkunsthaus.ch
Beim Begriff ,Pop Art‘ denkt man an Andy Warhol und die andern amerikanischen Pop Art- Künstler wie Robert Rauschenberg oder Jasper Johns. Oder man assoziiert Pop Art mit den britischen Künstlern Richard Hamilton und David Hockney. In Europa angelangt, erinnert man die frühen Arbeiten von Gerhard Richter oder Sigmar Polke.
Erfrischend und anregend ist die Ausstellung im Aargauer Kunsthaus, die nun Schweizer Pop Art untersucht und versammelt. Die Schweizer Zeitgenossen der 60er und 70er Jahren waren – ebenso wie die amerikanischen oder die anderen europäischen Künstler der Konsumgesellschaft – fasziniert von der Sprache und der Verführungskraft der Werbung, von Zahlen, Zeichen und Signeten, von den Rasterpunkten der Druckverfahren, schrillen Farben, Essen, Erotik, Musik, von Mobilität, schnellen Autos und Raumfahrt. Eine ironische Note schwingt häufig mit. Zu den gezeigten Künstlern gehören Urs Lüthi, Franz Gertsch, Markus Raetz, Jean Tinguely und Niki de St. Phalle, Samuel Buri und die Künstlerinnen Rosina Kuhn und Margrit Jäggli. Interessant ein Design-Objekt Neon Chair vom ehrwürdigen Zürcher Designer-Paar Trix und Robert Haussmann. Es gibt noch viele weitere Künstler und Künstlerlinnen zu entdecken, in der reichen von Direktorin Madeleine Schuppli und Katrin Weilenmann organisierten Ausstellung.
Aarau 10. Juni 17

SCHMUCK. Material Handwerk Kunst

-22.10.17
Zürich, Landesmuseum, www.landesmuseum.ch
Eine funkelnde Sonderausstellung aus der grossartigen museumseigenen Sammlung, mit Leihgaben angereichert. Die Exponate werden in schicken Vitrinen präsentiert und in gekonnter Lichtregie beleuchtet. Die preziöse Ausstellung umfasst Schmuckstücke aus Haarlocken, Sicherheitsnadeln der Punkkultur, und Glitzerwerk – von bekannten Juwelieren bis in die Gegenwart. Schmuck als Ausdruck von Liebe, Trauer, zum Erinnern oder einfach als persönliches Statement. Die Materialien reichen von Muscheln und Horn bis zu Edelsteinen. Eindrücklich sind – nebst den klassischen Treasures – die Arbeiten von Max Bill, und imposant die Kreationen von Meret Oppenheim. Von den jetzigen innovativen Tüftlern begeistern die kühnen Kreationen und Bedeutungsfindungen von Bernhard Schobinger mit ,Arte Povera‘- Materialien, oder die archaischen Formen und Kombinationen von Brigitte Moser, Baar.
Zürich 29.Juli 2017

DIE SAMMLUNG HAHNLOSER – Van Gogh bis Cézanne, Bonnard bis Matisse

-11.3.18
Bern, Kunstmuseum Bern, www.kunstmuseumbern.ch
Die Schweizer Privatsammlungen sind auf Reisen: die Sammlung Bührle aus Zürich ist in Lausanne (siehe ,Rosen und Rosinen‘ April 17), und die Sammlung Hahnloser aus Winterthur seit August bis März 18 in Bern zu sehen. Von 1995-2014 war die ,frankophile‘ Sammlung jeweils direkt im Privathaus Hahnloser, in der Villa Flora, in Winterthur zu besuchen. Nach der vorübergehenden Schliessung der Villa Flora im Jahre 2014 ging die Sammlung auf Reisen – vor Bern, war sie in bedeutenden Museen in Deutschland und Frankreich.
Das Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser – ein Augenarzt (1870-1936) und seine kunstsinnige Frau (1873-1952) – machten die Villa Flora, mit grossem Garten und Skulpturen, nach 1905 zu einem Treffpunkt für kritische und engagierte Kunstliebhaber, mit Auswirkungen auf den Kunstverein Winterthur, den Neubau des Kunstmuseums Winterthur, dessen inhaltliche Ausrichtung auf französische Kunst, und mit nachfolgenden Kooperationen.
1908/09 lernte das Ehepaar den Lausanner Künstler Félix Vallotton kennen, reiste zum ersten Mal nach Paris, und traf die ,Nabis‘-Künstler Bonnard, Vuillard und andere. Diese Künstler wurden alle fleissig und treu gesammelt – auch die für die damalige Zeit kühnen Akte von Félix Vallotton und seine prächtigen frühen Holzschnitte. Zu Vallotton entwickelte sich überdies eine intensive Brieffreundschaft, und 1936 wurde von Hedy Hahnloser ein bedeutendes Werk über ihn herausgegeben. Bis Mitte der 30er Jahre kamen Werke von Matisse, Rouault, Redon, Manet, Renoir, Cézanne und Van Gogh zur wegweisenden Sammlung hinzu.
Bern 27.August 17